Neue Diesel für Discovery Sport

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Von Frank Martini

Wie bereits bei der Modellpräsentation angekündigt, bietet Land Rover den neuen Discovery Sport seit Beginn dieses Monats auch mit einer neuen Generation von Selbstzündern an. Für die Motoren mit dem klingenden Namen Ingenium hatten die Briten eigens ihre Werkskapazität auf der Insel erheblich aufgestockt.

Die Aggregate sind eine Eigenentwicklung von Jaguar und Land Rover, die ihre Fahrzeuge damit nun erstmals wieder mit vollständig eigenen Antrieben anbieten. 675 Millionen Euro sind für das neue eigene Motorenwerk in den West-Midlands investiert worden, wie die Engländer bereits bei der Pressepräsentation des Discovery Sport Ende Januar in Salzburg bekannt gegeben hatten.

Ingenium

Die neue TD4-‚Diesel-Engine‘ britischer Bauart. (Foto: Land Rover)

 

Verfügbar sind die neuen Ingenium-Diesel, die aus Leichtaluminium gefertigt sind und die Euro-6-Abgasnorm einhalten, in zwei Leistungsstufen. Mit 110kW/150PS und 132kW/180PS  sinken die Wartungsintervalle des Discovery Sport mit einer der beiden neuen 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel von 25.000 auf nun 34.000 Kilometer. Der kombinierte Kraftstoffverbrauch beider Varianten soll damit nun erstmalig unter die magische 5,0Liter-Grenze je 100km sinken.

Mit der Erfüllung der Euro-6-Abgasnorm ist den englischen Motorkonstrukteuren ein kniffliges Kunststück gelungen. Denn die Einhaltung der dabei vorgeschriebenen Abgasgrenzwerte gilt bei Selbstzündern eigentlich als technisch unmöglich. Zu schaffen sind sie nur mit modernen SCR-Katalysatoren. Das Kürzel steht für die selektive katalytische Reduktion von Abgasen, die den Zusatz einer wasserklaren Harnstofflösung – besser bekannt unter dem seinerzeit von Daimler eingeführten Begriff ‚Adblue‘ – in den Prozess voraussetzt.

Wie genau der dazu erforderliche Zusatztank bei den Discovery Sport mit den Ingenium-Dieseln technisch umgesetzt wird rsp. für welche Strecke die Harnstoffreserve ausreicht, haben die Engländer nicht thematisiert. Wenig kann es angesichts des gesunkenen Wartungsintervalls allerdings nicht sein. 9.000 Kilometer mehr zwischen zwei Inspektionen – für manchen Fahrer schiebt der Unterschied die nächste Wartung nun um fast ein Jahr nach hinten.

Was zeigt: Auch wenn Brüssel den Diesel-Einsatz in PKW inzwischen immer schwieriger zu gestalten versucht, bleiben die Selbstzünder mit ihrem geringen Verbrauch und hohen Drehmomenten bereits bei niedrigen Drehzahlen für Offroader und SUV nach wie vor die überlegene Antriebsvariante.

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