Gewachsen: BMW X1

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Von Frank Martini

In der ersten Generation noch ein rechtes Wägelchen, hat BMW den X1 zweiter Generation deutlich erwachsener gestaltet. Neben dem Platzangebot gilt das auch für Design und Technik.

Gute fünf Zentimeter höher, knappe 100 Liter mehr Laderaumvolumen und eine um dreieinhalb Zentimeter höhere Sitzposition – das sind die Merkmale, die am X1 der zweiten Generation sofort ins Auge springen. Denn bei der Modelleinführung auf der IAA von mir eher als Golfpplatzspielzeug denn Jägerauto belächelt, zeigt sich die neue Generation nun deutlich als Angehöriger der BMW SAV-Familie namens X. Das gilt auch für’s Design, mit dem der X1 in die Fußstapfen der X3-Modellentwicklung tritt – er kommt nun bulliger daher.

x1 deutlich gewachsen. (Foto: ampnet/BMW)

Zum Generationswechsel gehört auch eine überarbeitete Motorenpalette mit zwei Otto- und drei Dieselantrieben. Die Drei- und Vierzylinder liefern eineLeistung zwischen 110kW/150PS und 170kW/231PS, die mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe bzw. einer Acht-Gang-Steptronic kombinierbar sind. Auch ausstattungsmäßig nähert sich der Kleine nun seinen beiden größeren Brüdern an. Beispiele dafür sind die LED-Scheinwerfer oder das Head-up-Display. Eine elektrohydraulische Lamellenkupplung besorgt die Zuschaltung der Hinterachse bei den Varianten, die das X zu Recht tragen. Denn der neue X1 ist – man höre und staune – auch als reiner Fronttriebler zu haben.  Bereits der 1500er Dreizylinder-Diesel mit 150PS wird optional mit dem Allradantrieb von November an zu haben sein. Bei den Vierzylindern mit zwei Litern Hubraum bleibt den Kunden die Qual der Wahl aber erspart, sie treiben serienmäßig alle vier Räder an. Sie leisten – ungeachtet ihres Kraftstoffs – wahlweise 190 oder 231 PS. Das wird die in der M-Sport-Ausstattung teuerste Variante, die für 46.600 €uro zu haben sein wird. Erfreulicherweise bleibt der Selbstzünder dem Benziner gegenüber dabei aufpreisfrei. Bereits etwas über dem Standgas liegen erfreuliche 450 Newtonmeter Drehmoment an.

Bulliger mit mehr Bodenfreiheit - der neue X1. (Foto: ampnet/BMW)

Bulliger mit mehr Bodenfreiheit – der neue X1. (Foto: ampnet/BMW)

Auch sonst haben die Münchener etwas dafür getan, ihren kleinsten X für Jäger attraktiver zu machen. Mit fast 19 Zentimetern Bodenfreiheit bei einem Radstand von unter zwei Metern und siebzig kann man nun jedenfalls angstfreier über Fahrten durch’S Revier nachdenken. Wem der Wagen schon als reines Straßenfahrzeug gut gefällt, kann sich beim reinen Fronttriebler übrigens auch über den Einstiegspreis freuen: ab 29.900 €uro geht’s los. Der Herbst kann also kommen.

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